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Unterhaid: zur historischen Bierkellergasse

die Eröffnung der historischen Bierkellergasse von Unterhaid 2012  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V.

die Eröffnung der historischen Bierkellergasse von Unterhaid 2012 | Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V.

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Karte:

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Beschreibung:

In Oberfranken haben sich rund um das Bier viele Traditionen erhalten, die es nur noch hierzulande gibt. Eine davon ist der Brauch, in den warmen Monaten zum Bier "auf den Keller" zu gehen. Als man nämlich dazu überging, Bier untergärig zu brauen, benötigte man zur Gärung, Reifung und Lagerung des Gerstensaftes kühle Stollenanlagen, in die ab dem Spätwinter geschnittene Eisblöcke eingelagert wurden, um das Bier im Sommer zu kühlen.

Die Unterhaider Kellergasse entstand aus diesem Zuammenhang und umfasst heute noch 29 Einzelkeller sowie einen Sommerkeller der ansässigen Brauerei (ehemals Klarmann, heute Gambrinus-Bräu) mit Kellerhaus, Kegelbahn und zwei Terrassen. Dank der Forschungsarbeit des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der finanziellen Unterstützung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz konnte das einmalige Ensemble bis 2012 wiederhergestellt werden.

Mit einer Lichtillumination durch Studierende der Hochschule für Design in Coburg eröffnet, wurde der Sommerkeller seither auch an verschiedenen Abenden wieder zum Ausschank geöffnte. Ob sich das bewährt, muss sich erst noch erweisen. Aber auch unabhängig von Speis und Trank ist die Unterhaider Kellergasse einfach ein besonderes Zeugnis der oberfränkischen Kulturgeschichte.

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Kulinarisches:

Auf den Sommerkellern in Oberfranken kann man die typischen untergärigen Biersorten der Region wie: Märzen, Lager und Pils genießen. Gebraut wurden sie ursprünglich in der kalten Jahreszeit und ab März in den Felsenkellern zur Gärung und Reifung eingelagert. Ab dem 19. Jahrhundert setzten die Brauer allmählich das Recht durch, die gelagerten Biere in der warmen Jahreszeit auch gleich "auf" den Kellern auszuschenken. Denn deren Lage in schattigen Hainwäldern, an Talrändern und kühlen Anhöhen bot sich geradezu an, um unter extra gepflanzten Kastanienbäumen gemütliche Gartenbetriebe zu eröffnen. Mit der Zeit wurde auch die Bewirtschaftung der Keller mit einem typischen (kalten und hausgemachten) Speiseangebot aufgenommen. Zu den typischen Kellergerichten gehören seither alle Arten von Brotzeiten, Ziebelaskäs, Wurst mit Musik, Rettich und Brot, Gerupfter und vieles mehr.

Die Unterhaider Kellergasse ist ein besonderes Anschauungszeugnis der alten Kellerkultur in der Region. Allerdings bleibt noch offen, ob der 2012 wieder aufgenommene Bieraussschank im historischen Ambiente aufrecht erhalten werden kann. Wer zum fränkischen Bier einkehren möchte, findet in der Brauerei Wagner in Oberhaid sowie beim Gambrinus in Unterhaid typische fränkische Wirtshauskultur

Rundum Unter- und Oberhaid lebt aber auch die alte Weinbautradition wieder auf. So hat man von der Weinstube im Alten Rathaus bis zur Gaststube Mohl in Unterhaid und mit den Heckenwirtschaften Auer in Unterhaid sowie in Barthels Heckenwirtschaft in Staffelbach verschiedene Auswahlmöglichkeiten für überraschende kulinarische Eindrücke.

Literatur:

Th. Gunzelmann und S. Kreuzeder, "Im Keller und auf dem Keller"- Bauforschung in der Unterhaider Kelelrgasse, Denkmalpflege-Informationen (B), Nr. 142, 2009, S. 35 - 40.

 

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