Bad Steben: Besuch im Kurpark

Landkreis Hof

Eingebettet in eine wunderschöne Parklandschaft liegen die Kureinrichtungen von Bad Steben. Die charakteristischen Gebäude stammen zum Teil aus der Zeit des Klassizismus, des Jugendstil und des Historismus und werden durch künstlerisch darauf bezogenen Gartengestaltungen betont.

Das alte Badehaus Leo von Klenzes, die Musikpavillons und die Säulenwandelhalle sind so architektonische Kulisse für Wasserspiele, Schmuckpflanzungen, kunstvoll gestaltete Rabatten und für blühende Aufenthalts- und Bewegungsräume. Über einhundert verschiedene Rhododendrenarten sorgen in den Frühlings- und Sommermonaten für eine atemberaubende Blütenfülle. Der romantische Rosengarten im Süden des Parks lädt zum Spazieren in duftender Umgebung ein und die barocken Steinfiguren sorgen für anmutige Blickpunkte in den Blumenbeeten. In den Musikpavillons wird die Tradition der Kurkonzerte gepflegt. Dazu flanieren Liebhaber des Biedermeiers in originalgetreuen Kostümen in den Sommermonaten durch den Park.

Wer etwas länger verweilen möchte, findet im Park und den umliegenden Cafés und Restaurants die Möglichkeit zur genussvollen Einkehr.

Wer heute durch den Kurpark von Bad Steben flaniert, ahnt kaum noch, dass der Ort ursprünglich ein Zentrum der Montanindustrie in Oberfranken war. Auch unter dem heutigen Kurpark verlaufen noch alte Stollenanlagen. Aber auch die Mineralquellen von Bad Steben sind seit dem Mittelalter bekannt. Eine erste Quelle wurde in den Jahren 1443 und 1444 entdeckt, weitere Urkunden aus dem 15. und 16. Jahrhundert bezeugen den Sauerbrunnen.1690 erschien ein erster wissenschaftlicher Bericht über den Stebener Sauerbrunnen vom Hof- und Stadtmedikus Gottfried von Stein. Die zweite Heilquelle (heute Tempel-Quelle) wurde 1729 erstmals erwähnt, anderen Aufzeichnungen zufolge bestand sie bereits 1691. Aus dem Jahre 1736 stammt die erste quantitative Analyse des Stebener Säuerlings; die 1790 ergrabene Tornesi-Quelle wurde 1828 aufgegeben; 1802 wurde der dritte und 1804 der vierte Brunnen gegraben, 1855 standen sieben verschiedene Brunnen zur Verfügung

1832 wurde die Gemeinde Steben zum Königlich Bayerischen Staatsbad erhoben. Zwei Jahre später verkaufte sie für 600 Gulden die Heilquellen an den bayerischen Staat, der ab1837 verschiedene Kureinrichtungen erbauen ließ.

Im selben Jahr noch errichtete Leo von Klenze, Hofbaumeister König Ludwig I., das Badehaus, etwas jünger ist die schöne Wandelhalle im Anschluss. Bis in die Jahrhundertmitte wurde der Kurgarten gestaltet, der noch heute als spätromantischer Landschaftsgarten im englischen Stil mit dem ursprünglichen Wegekonzept erlebbar ist. Das erste staatliche Kurhotel (Bayerischer Hof) im barockisierenden Jugendstil wurde 1911 von Eugen Freiherr von Schacky errichtet.1890/1893 wurde der Untere Kurpark angelegt, 1900/1910 fanden Erweiterungen im Oberen und Neuen Park statt.

Die Musikpavillons sind seit 1895 der musikalische Mittelpunkt Bad Stebens. Das ganze Jahr über spielt die Kurmusik hier Stücke aus ihrem breiten Repertoire, das von populären Operettenstücken über Walzer, vom Swing bis zur Klassik reicht. Stimmungsvoll sind die Kaffeekonzerte, je nach Witterung und Jahreszeit im Wintergarten, auf der Terrasse oder im stilvollen Kurhaus direkt neben dem Parkschlösschen. Mit etwas Glück trifft man dann auch auf die “Biedermeierfreunde Bad Steben” – eine Gruppe von Liebhabern der alten Zeit, die in stilvollen Gewändern des Biedermeier bei passendem Wetter an jedem vierten Sonntag im Monat durch den schönen Kurpark flanieren. Die Biedermeierfreunde haben es sich zur Aufgabe gemacht, den denkmalgeschützen Park von Bad Steben zu beleben und bekannter zu machen. Bei Kurgästen und Gartenfreunden sind sie bei ihren Auftritten natürlich ein beliebtes Fotomotiv.

Kulinarisches:

Direkt in der Eingangshalle der Therme Bad Steben um den künstlerisch gestalteten „Marktplatz“ unter der großen Glaspyramide und mit freiem Blick auf die Badehalle der Therme, lädt das Bistro-Restaurant „Aquamarin“ mit wechselnden Tagesangeboten zum Schlemmen und Genießen ein. Auf der schönen Sonnenterrasse genießt man den Blick auf die historischen Kuranlagen. Zu den Standardangeboten der Speisekarte gehören viele frische, saisonale Gerichte aus der Genussregion Oberfranken und ein sensationelles Torten- und Kuchenangebot aus eigener Herstellung.

Weitere Hinweise auf die hervorragende Gastronomie in und um Bad Steben finden Sie unter: http://www.bad-steben.de/ort-therme/gastronomie/liste.html

Gebühr:

♦ kostenlos

Links:

http://www.frankens-paradiese.de/poi/kurpark_bad_steben-9014/
http://www.bad-steben.de/ort-therme/gastronomie/liste.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Steben

Erlebnis

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