Osterlämmer (österliche Gebildbrote aus Oberfranken)

Österliches Gebildbrot
Saisonale Spezialität

Ob Hefezopf, Hase oder Biskuitlamm: Zur Osterzeit zieren in ganz Oberfranken viele köstliche Feingebäcke den Frühstückstisch oder die Kaffeetafel. Schließlich markiert das Fest nicht nur den Höhepunkt des Kirchenjahres, sondern beendet auch die 40-tägige Fastenzeit. Dazu gehört ein typisches, altüberliefertes Brauchtumsgebäck.

Im christlichen Symbolkreis wird das Lamm allgemein als Zeichen des Lebens und der Unschuld verstanden und sein weißes Fell als Beleg innerer Reinheit und Frömmigkeit gedeutet. In Anspielung auf das Opfer des Pessach-Lammes im jüdischen Ritus wird auch Christus als das “Lamm Gottes” bezeichnet. Die von vielen Bäckern und Konditoren aus Biskuit- oder Sandmassen gebackene Osterlämmer tragen als Verweis auf den religiösen Hintergrund am Hals ein rotes Seidenband und im ihrem Rücken ein Auferstehungsfähnchen aus Papier.

Osterlämmer gehören zu den bekanntesten und weit verbreiteten Brauchtumsgebäcken in Europa. Neben anderen Gebildformen werden sie auch in Oberfranken von vielen Bäckern oder auch in den Familien selbst gebacken. Häufig verwendet man dazu alte Modeln aus Keramik oder Blech, die über Generationen weitervererbt werden.

Die heute bekannteste Form des stehenden Osterlammes mit einer roten Schleife um den Hals und dem Auferstehungsfähnchen aus Papier im Rücken stammt wohl aus der Zeit des Rokoko (ca. 1750 – 1775). Meistens werden Osterlämmer aus einem feinen Biskuitteig oder einer leichten Sandmasse gebacken und mit Puderzucker überstäubt. Gerne werden sie auch als Geschenk überreicht.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität zu Ostern genießen.

Genusstipp:

Osterlämmer sind der Mittelpunkt der österlichen Kaffeetafel. Aus feinem Biskuit hergestellt schmecken sie besonders zart und fein.

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

Rezept

Osterlamm

Zutaten:

Osterlämmer kann man aus Biskuitteig, einer leichten Sandmasse (s.u.) oder aus Hefe- und Brotteig herstellen. Je nachdem, welcher Teig verwendet wird, variieren die unten aufgeführten Zutaten!

Für einen leichten Sandteig nimmt man 125 g Butter, 125 g Zucker, etwas Stangenvanille, 1 Prise Salz, etwas Zitronensaft oder abgeriebene Zitronenschale, 2 Eier, 125 g Weizenmehl.

Zubereitung:

Butter mit Zucker und Gewürzen schaumig rühren, Eier nach und nach unter rühren. Mehl mit etwas Backpulver vermischen, sieben und unter die Butter-Eiermischung heben. Die Lammformen aus Keramik oder Blech trocken ausreiben und gut mit Butter einfetten und mehlen. Je nach Grösse der Form goldgelb, saftig ausbacken. Man überstäubt das Gebäck mit Puderzucker oder überzieht es mit einer weißen Zuckerglasur,

Hier können Sie "Osterlämmer (österliche Gebildbrote aus Oberfranken)" genießen:

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