Ausgebackene Holunderblüten

Hollerküchla, Holunderküchlein
Saisonale Spezialität

Schwarzer Holunder gehört zu den in Mitteleuropa häufigsten Straucharten und wächst meist wild an Wegen, Waldrändern und in Hecken. Von Mai bis Juni blüht er verschwenderisch mit wunderbar duftenden, weißen Schirmrispen. Neben der Verwendung für Sirup und Gelee werden diese auch gerne durch einen lockeren Backteig gezogen und in schwimmendem Butterfett ausgebacken. Mit Puderzucker überstäubt, ergibt dies eine köstliche Süßspeise, die den Gaumen verwöhnt ohne den Magen zu belasten.

Der verführerische Duft des Holunders regt Hobbyköche wie Profis zu immer neuen kulinarischen Kreationen an (siehe Holunderrezepturen). Altbewährt, aber deshalb nicht minder köstlich, sind ausgebackene Holunderblüten, die man als süße Nachspeise oder auch als leichtes Hauptgericht anrichten kann. Hierzu schneidet man am frühen Vormittag frisch aufgegangene Blüten, zieht sie durch einen nicht zu festen Backteig, der mit Milch, Bier oder auch Wein zubereitet wird, und bäckt sie kurz in heißem Butterfett aus.

Wie so viele traditionelle Rezepturen gehört auch diese wunderbar zarte und aromatische Köstlichkeit ursprünglich in den Bereich der schnellen und leichten frühsommerlichen Alltagsküche. Sie streicheln den Gaumen und belasten nicht den Magen. Auch Kinder sind für diese Spezialität zu begeistern.

Aufbewahrung / Haltbarkeit:

Holunderblüten sollten am frühen Vormittag geerntet und rasch verarbeitet werden.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität im Frühjahr genießen.

Genusstipp:

Als Nachspeise in Bier- oder Weinteig ausgebacken oder etwas üppiger in einem Pfannekuchenteig angerichtet, läßt sich das herrliche Aroma der Holunderblüten in eine kulinarische Köstlichkeit verwandeln. Man bestreut sie leicht mit Puderzucker.

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

Hier können Sie "Ausgebackene Holunderblüten" genießen:

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