Mehlkuchen

Auflauf
Saisonale Spezialität

Mehlkuchen nach fränkischer Art sind nach alter Überlieferung keine in der Form gebackenen Kuchen, sondern ein schlichter Mehlauflauf aus dem Tiegel. Vermutlich sind aber sowohl die Bezeichnung wie die überlieferte Rezeptur sehr alt und stehen damit gewissermaßen am Anfang der Kuchenbäckerei in den ländlichen und bürgerlichen Haushalten überhaupt.

Der Mehlkuchen wird aus üppigeren oder weniger üppigen Zutaten wie Mehl, Eier, Milch oder Wasser zubereitet und im Ofen ausgebacken. In der weniger üppigen Form ist er im Frankenwald als Karfreitagsessen überliefert. Dies entspricht der ursprünglichen Tradition der Mehlspeisen im süddeutschen Raum, die wegen ihrer meistens fleischlosen Zutaten auch als Fastenessen verwendet wurden. Man serviert den Mehlkuchen warm zu Kompotten aus Apfel- oder Pflaumenmus, Stachelbeeren oder Rhabarber.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität zur Fastenzeit genießen.

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt, Rezept Kerstin Rentsch.

Rezept

Zutaten:

1/2 Pfund Mehl, 1/2 l Wasser, 4 Eier, Salz

nach einem jüngeren Rezept wird statt des Wassers Milch verwendet und die Zahl der Eier auf 5-6 erhöht.

Zubereitung:

Aus den Zutaten einen lockeren Teig schlagen. Nach dem älteren Rezept werden die Eier nicht getrennt. In der etwas anspruchsvolleren Küche trennt man Eiweiß und Eigelb, schlägt das Eiweiß zu Schaum und hebt es zur Lockerung unter die Mehlmasse. Den Teig in eine gefettete Form geben und bei mäßiger Hitze 45 Minuten im Ofen ausbacken.

Den fertigen Kuchen warm aufschneiden und zu Apfelmuß, Zwetschgenbrüh’ oder anderen Kompotten servieren.

Zur Übersicht