Erdäpfelkäs

Ärpfelkäs, Kartoffelkas, Kartoffelkäse

Typisch für die fränkische Alltagsküche, die zuweilen sehr sparsam sein musste, ist die Zubereitung eines Erdäpfelkäses. Bestandteil dieses ausgesprochen leckeren und dazu auch sehr gesunden Gerichtes sind frische oder vom Vortag übrig gebliebene Pellkartoffeln, Quark und wenn man es gut meint, auch etwas Sauerrahm. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Kümmel, Zwiebel oder auch sauren Gurken.

Der Erdäpfelkäse ist im süddeutschen Raum als pikant-würziger Brotaufstrich verbreitet. Früher wurde er als Mahlzeit während der Feldarbeit, insbesondere zur Kartoffelernte zubereitet. Um die vielen Helfer zu bewirten verwendete man das, was der ländliche Haushalt zur Verfügung hatte, ohne dass der Aufwand dafür zu groß wurde. Aber auch heute noch hat der Erdäpfelkäse auf sommerlich-ländlichen Buffets oder als Teil der Abendtafel seinen angestammten Platz. Früher wurde der Erdäpfelkäse wie der Gerupfte auch auf den Bierkellern angeboten.

Wie so oft, steckt auch hinter diesem einfachen Gericht der ländlichen Küche trotz sparsamer Zutaten ein gewisser kulinarischer Reiz. Darüber hinaus weiß man aus der gesundheitsbewussten Fitnessküche, dass die in Kartoffeln, Quark und Sauerrahm enthaltenen langkettigen Kohlehydrate und Proteine für den menschlichen Körper besonders hochwertig sind. So mag man hier traditionellen Genuss und gesundes Essen problemlos verbinden.

Aufbewahrung / Haltbarkeit:

Gekochte Kartoffeln sollte man nicht allzu lange aufheben. Daher immer nur so viel zubereiten, wie man an einem Tag verzehren kann.

Jahreskalender:

Sie können die Spezialität ganzjährig genießen.

Genusstipp:

Erdäpfelkäse wird typischerweise als Brotaufstrich zu einem kräftigen Landbrot gegessen. Dazu trinkt man Milch, Apfelsaftschorle oder auch ein Bier.

Autoren:

Genussregion Oberfranken, Foto Martin Bursch; Textbearbeitung Uta Hengelhaupt

Rezept

Zutaten:

1 Pfund Pellkartoffeln, 1 Becher Sauerrahm und / oder 200 g Quark, 1 klein geschnittene Zwiebel, etwas Schnittlauch oder andere Kräuter, Salz, Pfefffer, Kümmel; ggf. saure Gurken oder Radieschen. Bauernbrot

Zubereitung:

Die Kartoffeln pellen und mit der Gabel zerdrücken. Quark und Sauerrahm unterheben, die Käuter, Zwiebel und die Gewürze dazu geben und alles gut mischen. Wenn die Masse nicht bindet, noch etwas Sauerrahm dazu geben. Ev. mit sauren Gurken oder Radieschen pikant würzen. Man läßt die Masse eine zeitlang ruhen und serviert sie zu Brot.

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