Weißenohe: Eine Landpartie zu Kloster und Wirtshaus Klosterbrauerei

Landkreis Forchheim

Was kann man sich für eine Landpartie schöneres vorstellen, als eine Wanderung mit herrlichen Ausblicken durch zauberhafte Landschaft, Erlebnis von Kultur und Geschichte sowie Einkehr zu Bier und herzhaften Gerichten in urfränkischer Wirtshausgemütlichkeit.

Dies und vieles mehr wird Ihnen in Weißenohe geboten. Hier, im Schatten der ehrwürdigen Benediktinerabtei und der weit überragenden Klosterkirche wird schon seit Jahrhunderten Bier gebraut. Es ist sogar anzunehmen, dass die Mönche in Weißenohe schon bald nach Gründung ihres Klosters um das Jahr 1053 sich mit der Kunst des Bierbrauens auseinandersetzten. Denn als Fastengetränk und Wirtschaftsgut spielte Bier im Klosterleben eine wichtige Rolle. Damit gehört die Klosterbrauerei Weißenohe zu den ältesten Braustätten in Deutschland und gilt als älteste, nahezu ununterbrochen tätige Brauerei Frankens.

Und wie so oft in Franken verbindet sich hier die Magie eines besonderen Ortes mit einer selbstverständlichen Mischung aus Lebensart, Kultur und Genuss, die die Region so liebenswert macht. Deshalb: starten Sie doch mal zur Landpartie nach Weißenohe. Das Wirtshaus Klosterbrauerei bietet sich hervorragend an als Ziel- und Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen und Unternehmungen in der näheren Umgebung. Eine Übersichtskarte des Heimat- und Touristenvereins “Edelweiß” Weißenohe u. Umgebung e. V. liegt im Wirtshaus zur Mitnahme bereit.

Die Gemeinde Weißenohe liegt im Zentrum des fränkischen Städtedreiecks Bayreuth, Bamberg, Nürnberg und bildet das südliche Eingangstor zur landschaftlich reizvollen Fränkischen Schweiz. An ein gut ausgebautes Netz von öffentlichen Bus- und Bahnverbindungen angebunden, kommt man auch einmal ganz ohne Auto hierher, z.B. ab Nürnberg mit der Gräfenbergbahn, einem gelungenen Referenzprojekt für die Revitalisierung stilllegungsbedrohter Bahnstrecken. Sie ist in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg integriert und verkehrt dort als Linie R21.

Das schöne Ortsbild von Weißenohe, eingebettet in die Hügellandschaft der Fränkischen Schweiz, wird von der barocken Klosteranlage und der Pfarrkirche St. Bonifatius mit ihrem 45 Meter hohen Turm dominiert. Erst kürzlich wiederhergestellt, ist die 1692 nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer errichtete Klosterkirche auf jeden Fall einen Besuch wert. Ihre hervorragende Innenausstattung wird u.a. Johann Michael Doser und Egit Quirin Asam zugeschrieben. Nach der Säkularisation 1803 wurden Teile der vierflügeligen Klostergebäude abgebrochen. Die Brauerei wurde jedoch weitergeführt und 1827 in Privatbesitz verkauft.

Feriengäste und Ausflügler finden in und um Weißenohe vielseitige Anregungen. Sanfte Hügel und lauschige Täler geben die ideale Kulisse für Wanderungen oder Radtouren in einer waldreichen Umgebung und einer Höhenlage zwischen 350 m und 450 m ab. Als besonders sehenswertes Naturdenkmal sind die Kalktuffterrassen im Lillachtal auf bequemen Wanderwegen zu erreichen.

Zur Einkehr nach erlebnisreicher Wanderung bietet das Wirtshaus Klosterbrauerei ganzjährig Spezialitäten aus der fränkischen Küche vereint mit fränkischer Bierkultur, meisterhaft zubereitet unter bevorzugter Verwendung regionaler Erzeugnisse. Herausragende Bierqualitäten und das urige, klösterliche Ambiente machen aus einem Ausflug hierher ein ganz besonderes Erlebnis.

Kulinarisches:

Biere aus der Klosterbrauerei Weißenohe sind echte Regionalprodukte, die hier fast wie in der Klosterzeit aus Rohstoffen zubereitet werden, die aus der unmittelbaren Umgebung stammen. Im oberfränkischen Lilling und mittelfränkischen Herpersdorf kultivieren Hopfenbauern noch die alte Hopfensorte “Hersbrucker”. Eine Spezialität mit besonderen Aromen, die den Weißenoher Bieren erst ihre elegante Herbe verleiht. Gemessen an den großen Hopfenregionen sind die Anbauflächen hier zwar kleiner. Dennoch verweist man in Lilling stolz darauf, zu den größten Erzeugern von Biohopfen zu gehören.

Auch ein großer Teil der in Weißenohe verwendeten Braugerste stammt wie zu Klosterzeiten von den Jurahöhen der Region. Denn die dort vorherrschenden mageren Böden führen zu einer sehr eiweißarmen und damit für die Erzeugung von Braugerste hochwertigen Qualität, die in einer nahegelegenen Mälzerei zu Braumalz verarbeitet wird.

Dies ist umso bemerkenswerter, weil sich damit im Ambiente des alten Klosters Wertschöpfungskreisläufe erhalten und bewährt haben, die letztlich auf das Wirken der Mönche in der Region zurückgehen.

Versteht sich, dass man sich im Wirtshaus Klosterbrauerei auch im Speisenangebot um Regionalität und echte fränkische Küche bemüht. Von Brotzeit bis Bratwurst und Schäufele bis gebackenen Karpfen finden Genießer hier ein reichhaltiges Angebot – und dazu auch gleich eine passende Bierempfehlung.

Termin:

Brauereibesichtigungen finden bei ausreichender Teilnahme an jedem 3. Samstag im Monat statt (bitte vorher anmelden!).

Weitere Veranstaltungen, wie das traditionelle Stärk’ Antrinken zu Dreikönig oder ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt jeweils zum 2. Advent im Brauereihof werden auf der Homepage der Klosterbrauerei beworben: http://www.klosterbrauerei-weissenohe.de/

Saison:

ganzjährig

Links:

http://www.klosterbrauerei-weissenohe.de/
http://www.das-wirtshaus-klosterbrauerei-weissenohe.de/
http://www.weissenohe.de/
http://www.lillachtal.de/wandern-fraenkische-schweiz.html

Erlebnis

Weißenohe: Eine Landpartie zu Kloster und Wirtshaus Klosterbrauerei

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