Steigerwald (Naturpark): Per Rad einmal quer durch den Steigerwald

Steigerwald

“Mit seiner einzigartigen landschaftlichen, kulturellen und kulinarischen Vielfalt ist der Steigerwald ideales Ziel für Ihren Kurzurlaub, aktive Rad- und Wandertouren oder eine wohltuende Auszeit inmitten herrlicher Natur…,” so heißt es auf den Informationsseiten des Naturparks Steigerwald. Zwischen den Ballungsräumen Bamberg, Würzburg und Nürnberg gelegen, erreicht man viele Ausflugsziele im Steigerwald auf kurzem Weg – und das nicht nur mit dem Auto, sondern ganz bequem auch mit dem öffentlichen Nah- und Ausflugsverkehr im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Hierzu ein besonderer Tipp für Ihren Radausflug am Wochenende:

Wie wäre es mit einer Steigerwald-Durchquerung an einem Tag von West nach Ost mit dem Rad! Damit das auch für Freizeitradler zu schaffen ist, hat das Ausflugs-Team vom VGN eine möglichst steigungsarme Strecke ausgewählt, die in Flusstälern bzw. auf früheren Bahnstrecken verläuft.

Sie werden sehen: Das funktioniert hier perfekt! Die sportliche Tagestour durch den gesamten nördlichen Steigerwald kann man aber auch auf 2 Tage verteilen. Als Gesamttour führt sie durch die Landkreise Kitzingen, Schweinfurt und Bamberg. Für Ausflügler aus dem oberfränkischen Einzugsgebiet ist aber auch die Etappe 2 ab Ebrach nach Bamberg oder Hirschaid empfehlenswert. Die Radwegebeschilderung ist durchweg sehr gut erkennbar. Die weißgrünen Schilder sind immer mit den Ortsnamen und den folgenden Zwischenzielen mit Kilometerangaben ausgestattet. Die Tour ist für alle Räder geeignet, bei Rennrädern bitte die besonderen Hinweise beachten!

Der Steigerwald liegt im nördlichen Teil des VGN-Gebiets. Begrenzt wird das Gebiet im Norden und Westen vom Main, im Süden von der Aisch und im Osten von der Regnitz. Dazwischen erstreckt sich ein landschaftlich reizvolles Wander- und Radelparadies mit wertvollem Waldbestand und beschaulichen Orten, die zur Rast einladen.

Unter: http://www.vgn.de/radfahren/fuenf_fluesse finden Sie die komplette Tourenbeschreibung sowie Hinweise zu Ihren Anschlüssen und Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr. Ab den Bahnhöfen Hirschaid und Bamberg verkehrt an Sonn- und Feiertagen vom 1.5. bis 1.11. die Buslinie 990 – der sogenannte Steigerwaldexpress. Die Freizeitlinie 990 besteht aus zwei Linienästen. Der eine führt ab Hirschaid durch das Tal der Reichen Ebrach, der andere ab Bamberg durch das Tal der Rauhen bzw. Mittleren Ebrach. In Frensdorf treffen beide Linien zeitgleich aufeinander und ermöglichen somit einen problemlosen Umstieg.

Beide Busse führen einen Fahrradanhänger mit sich. Be- und Entladen von Fahrrädern ist aber nur bei den im Fahrplan gekennzeichneten Haltestellen möglich. Transport von E-Bikes auf Anhängern vorbehaltlich der technischen Möglichkeiten und Art des Fahrrads.

Nähere Infos: 09561 7492484.

Für Wanderer gibt es neben den oben genannten Haltepunkten unterwegs noch zahlreiche weitere Haltepunkte, von denen Sie Ihre Wanderung in den Steigerwald oder zu den baulichen Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke unternehmen können.

Die Tour einmal quer durch den Steigerwald entlang von kleinen Flüssen und auf der Trasse der alten Steigerwaldbahn ist in zwei Etappen aufgeteilt, die sportliche Radler an einem Tag bewältigen können. Wir konzentrieren uns auf Etappe 2, die von Ebrach über Burgwindheim und Burgebrach entweder über Debring nach Bamberg oder über Stappenbach, Frensdorf nach Hirschaid führt. Von den jeweiligen Bahnhöfen haben Sie Anschluss in den ÖPNV.

Wer sich unterwegs Zeit nimmt, hat Gelegenheit auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Gleich am Ausgangspunkt der Etappe 2, in Ebrach, sind das Zisterzienserkloster, Klosterkirche und die Parkanlagen echte Höhepunkte. Ebrach ist die erste rechtsrheinische Gründung (1127) der Zisterzienser, die unmittelbar dem Mutterkloster Morimont unterstand. Nicht zu Unrecht wird die Anlage als der bedeutendste Ort für die geistige und die kolonisatorische Erschließung des westlichen Bamberger Landes und des gesamten Steigerwaldgebietes bezeichnet. Unter dem ersten Abt Adam, der eine in kirchlichen und weltlichen Kreisen einflussreiche Persönlichkeit und ein Vertrauter des Heiligen Bernhard von Clairvaux war, erlebte das Kloster eine erste Blütezeit. Als Stifter traten fränkische Adelige sowie Mitglieder der Familie des Stauferkönigs Konrad III. auf

Als Höhepunkt der mittelalterlichen Bauphase des Klosters gilt der Bau der großartigen frühgotischen Kirche (1200 bis1285) mit der herrlichen, nach französischen Vorbildern entworfenen Fensterrose. (Allerdings handelt es sich um eine Kopie, das Original wurde 1886 wegen Baufälligkeit ersetzt und befindet sich seither im Bayerischen Nationalmuseum München.) Im 18. Jahrhundert wurde die Klosteranlage aufgrund ehrgeiziger Pläne der Äbte schlossartig erweitert. Baumeister waren u.a. Leonhard und Johann Dientzenhofer. Aus dieser Zeit stammen das berühmte Treppenhaus und der sog. Kaisersaal im Abteibau sowie die Gartenanlagen.

Die Verwaltungsgemeinschaft Ebrach und die Kirchengemeinde bietet Führungen durch die imposante Anlage an. Unter https://www.ebrach.de/freizeit-naherholung/geniessen/fuehrungen finden Sie entsprechende Hinweise.

Auch in Burgwindheim können Sie mit dem großartigen Ebracher Amtsschloß von Josef Greising sowie mit dem Heiligblutbrunnen (J. Dientzenhofer) und der Heiligblut-Kapelle auf bedeutende kulturelle Zeugnisse der Klosterzeit entdecken. (https://www.burgwindheim.de/freizeit-naherholung/geniessen/fuehrungen).

Von Ebrach aus führt die Radstrecke über stillgelegte Trasse eines Abzweigs der alten Steigerwaldbahn von Ebrach nach Frensdorf. Die Strecke wurde von 1904 bis 1961/99 betrieben und nach ihrem Abbau 2008/09 in einen Radweg umgebaut. Zwischen Frensdorf und Schlüsselfeld wird die Steigerwaldbahn noch von der Deutschen Regionaleisenbahn (DER) mit Güterzügen befahren (http://www.steigerwaldbahn.de/).

Weitere Infos und Hinweise unter: http://www.vgn.de/radfahren/fuenf_fluesse?p=etappe-2.

Kulinarisches:

Zum Service der VGN-Ausflugstipps gehören auch verschiedene Einkehrtipps für unterwegs: http://www.vgn.de/radfahren/fuenf_fluesse?p=einkehren.

Für alle, die sich lieber bei Bäckern und Metzgern mit einem Picknick versorgen möchten, haben wir folgende Tipps: Gleich in Ebrach finden Sie die Bäckerei Achtziger (Café Prälatur), Marktplatz 7 und die Steigerwaldmetzgerei Mayer, Marktplatz 14 mit einer Auswahl hausgemachter Spezialitäten. Und in Mönchsherrndorf gehören die Bäckerei Pflaum und die Metzgerei Dorn zu den Geheimtipps. Auch hier gibt es so mache Spezialität zu probieren, die anderswo längst aus dem Angebot verschwunden ist. Weitere Bäcker und Metzger finden Sie z.B. in Frensdorf.

Gebühr:

♦ kostenlos

Links:

http://www.vgn.de/radfahren/fuenf_fluesse
www.steigerwald-info.de/
https://www.ebrach.de/freizeit-naherholung/geniessen/fuehrungen
https://www.burgwindheim.de/freizeit-naherholung/geniessen/fuehrungen
http://www.steigerwaldbahn.de/

Erlebnis

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