Fichtelgebirge (Naturpark): Pflanze des Monats

Fichtelgebirge

Mit der Aktion “Pflanze des Monats” wirbt der Naturpark Fichtelgebirge für Schönheit und Artenreichtum der Pflanzenwelt im Fichtelgebirge. Unter dem Motto “Zwölf blühende Monate” steht jeden Monat eine andere Pflanze im Mittelpunkt, die in ihrem Lebensraum und ihren botanischen Besonderheiten vorgestellt wird. Dazu werden Verwendung in der Küche oder im Brauchtum erklärt und Erlebnisspiele für Kinder, vom Schnitzen eines Weidepfeifchens bis zur Spiegelwanderung im Herbstlaub vorgeschlagen. Im Internet gibt es zu den Monatsthemen weitere Rätsel, Spiele und Bastelanleitungen, die nicht nur Spaß machen, sondern einfach Lust daran wecken, draußen zu sein und die Natur zu entdecken. Auch eine Wanderausstellung zum Thema ist ausleihbar.

Wer die beschriebenen Pflanzen lieber an Ort und Stelle bewundern möchte, folgt einer ausgewiesenen Wanderempfehlung zu den natürlichen Standorten. Außerdem gibt es ein reichhaltiges Aktionsprogramm, durchgeführt von fachkundigen Natur- und Landschaftsführern oder Umwelt- oder Kräuterpädagogen, die den Teilnehmern die Augen für die Schönheiten der Naturlandschaft des Fichtelgebirges öffnen. Näheres hierzu findet man auf den Seiten des Naturparks Fichtelgebirge unter: http://www.pflanze-des-monats.info/Veranstaltungen.fichtelgebirge0.0.html

Vielversprechend klingt die Beschreibung des Fichtelgebirges auf den Seiten des gleichnamigen Naturparks:

“Wie ein riesiges Hufeisen liegt die Bergkette des Fichtelgebirges im Nordosten Bayerns. Über 1000 Meter hoch erheben sich Schneeberg und Ochsenkopf, die höchsten Berge Frankens. Aus den urigen Bergwäldern recken sich wilde Felsentürme aus Granit wie von Riesenhand aufgestapelt empor. Vier große Flüsse entspringen diesem Mittelgebirge im Herzen Europas: Main, Eger, Naab und Saale schicken ihr Wasser aus den Bergen des Fichtelgebirges in alle vier Himmelsrichtungen. Geborgen im Innern der bewaldeten Gipfelkette erstreckt sich eine weite, vielfältige Kulturlandschaft. Eingefasst von Äckern und blühenden, kräuterreichen Wiesen liegen beschauliche Dörfer. Schmucke Kleinstädte spiegeln noch immer den Wohlstand wieder, der einst durch Erzbergbau und frühe Industrie in das Fichtelgebirge kam. Die harte Arbeit der Menschen und das raue, fast nordische Klima formten eine eigenartig mystische und einzigartig vielfältige Landschaft. Viele Tier- und Pflanzenarten finden in ihr noch ein zuhause, die andernorts längst verschwunden sind.”

Diese Vielfalt des Fichtelgebirges, resultierend aus zwei deutlich divergierenden Naturräumen und Klimazonen, spiegelt sich in zahlreichen unterschiedlichen Lebensräumen mit hoher Artenvielfalt, darunter viele sogenannte Eiszeitrelikte, Tier- und Pflanzenarten also, die nach der Eiszeit im Fichtelgebirge überdauern konnten, während sie in anderen Gebieten längst verschwunden sind.

Aber auch heute noch ist das Fichtelgebirge einerseits Rückzugsgebiete sowie andererseits Wander- und Ausbreitungsachsen. So bieten die ausgedehnten Wälder scheuen Tieren und empfindlichen Pflanzen Schutz vor menschlichen Einflüssen. Am Wasser lebende Arten finden wiederum im Fichtelgebirge als Quellgebiet vieler Fließgewässer mit Verbindungsachsen bis zur Nordsee und ins Schwarze Meer ideale Bedingungen, um zu wandern und sich auszubreiten. Hinzu kommen die vielen Arten, denen die reich strukturierte Kulturlandschaft der Region wichtige Lebensräume aus Menschenhand bietet.

Egal also ob auf dem Land oder zu Wasser, das Fichtelgebirge bildet einen Kreuzungspunkt für Wander- und Verbreitungswege und vernetzt Lebensräume aus dem gesamten zentraleuropäischen Gebiet. Die wissenschaftliche Forschung vermutet, dass deshalb Tier- und Pflanzenarten im Fichtelgebirge eine höhere genetische Diversität aufweisen, als in anderen Gebieten. Dies könnte erklären, weshalb so viele selten Tier- und Pflanzenarten bis heute im Fichtelgebirge überleben konnten, während sie in anderen Naturräumen längst ausgestorben sind.

Mit der Aktion “Pflanze des Monats” unter dem Motto “Zwölf blühende Monate” weißt der Naturpark Fichtelgebirge auf Schönheit und Artenreichtum der Pflanzenwelt im Fichtelgebirge hin. Monat für Monat wird eine blühende Pflanze oder ein anderes Thema gewählt, um die Besucher auf die natürliche Erlebnisvielfalt in der Region hinzuweisen. Dazu gibt es Wissenswertes zu Vorkommen und zur botanischen Einordnung der Pflanzen, ihrer Verwendung und möglichen Spielen, Rätseln oder anderen Mitmachaktionen drum herum. Versehen mit einem attraktiven Wandertipp oder interessanten Veranstaltungshinweisen können Einheimische und Besucher die faszinierende Naturlandschaft des Fichtelgebirges immer wieder neu entdecken.

Kulinarisches:

Würzige Kräuter und viele wildwachsende Pflanzen wurden schon in vergangener Zeit gerne zur Aufwertung des Küchenzettels und natürlich zu gesundheitsfördernden Zwecken verwendet. Altes Pflanzen- und Kräuterwissen wurde in vielen Familien überliefert und von Generation zu Generation weitergegeben. Neben heilkundlichen Anwendungen entdeckt man heute auch wieder die kulinarischen Eigenschaften der wilden Natur, und verwendet Kräuter und Pflanzen zum Würzen oder Zubereitung vieler kulinarischer Köstlichkeiten.

Mit der Aktion “Pflanze des Monats” eng verbunden sind die Kräuterpädagoginnen des Fichtelgebirges, die ihre Angebote ebenfalls auf der gleichnamigen Homepage unter “http://www.pflanze-des-monats.info/Angebote-Kraeuterpaedagogen.233.0.html” bewerben. Neben Naturkräuterwanderungen zu jahreszeitlichen Themen, Kochkursen, Vorträgen und vielem mehr kann man viele Produkte aus den heilkräftigen Pflanzen des Fichtelgebirges auch in den Hofläden der Kräuterfrauen erwerben. Angefangen bei Pestos, über Kräutersalze, Aroma-Öle, Wildfruchtmarmeladen bis zu Kräuterteemischungen und Liköre scheint die Vielfalt köstlicher Kräuterzubereitungen fast unbegrenzt.

Auch die unter dem Label “Essbares Fichtelgebirge” zusammengeschlossenen Wildkräuterwirte der Region verarbeiten die wilden Schätze der herrlichen Naturlandschaften des Fichtelgebirges zu außergewöhnlich schmackhaften Kreationen. Auch ein Wildkräuterbäcker, ein Wildkräutermetzger und ein Wildkräuterdestillateur gehören zu den kreativen Köpfen des Essbaren Fichtelgebirges. Wer selbst mit Wildkräutern experimentieren möchte, findet in der angeschlossenen Wildkräuter-Kochschule viele interessante Kursangebote. Näheres erfahren Sie unter: http://www.essbares-fichtelgebirge.de/

Termin:

Zu den Terminen der Kräuterpädagoginnen und der Wildkräuterköche des Fichtelgebirges siehe die jeweiligen Links mit Veranstaltungshinweisen.

Links:

http://www.pflanze-des-monats.info/
http://www.pflanze-des-monats.info/Veranstaltungen.fichtelgebirge0.0.html
http://www.essbares-fichtelgebirge.de/
http://www.naturpark-fichtelgebirge.org

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