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22.06.2011

Die Bratwurst – Auf dem Gipfel der Genüsse


Über 10.000 Besucher beim 1. Fränkischen Bratwurstgipfel – durchwachsenes Wetter spielte keine Rolle


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Endlich gibt es eine Veranstaltung, die dem Kultprodukt der Franken, der fränkischen Bratwurst, gewidmet ist. Und, wen wunderts, der 1. Fränkische Bratwurstgipfel übertraf alle Erwartungen der Veranstalter, der Stadt Pegnitz, der Genussregion Oberfranken, der Nordbayerischen Nachrichten und des Bayerischen Rudfunks. Über 10.000 Besucher kamen nach Pegnitz, und sie bereuten es nicht.

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1Mit über 30 Sorten Bratwürsten lockte am 19. Juni der erste fränkische Bratwurstgipfel nach Pegnitz auf den Wiesweiherpark. Angeboten wurden verschiedenbste klassische Variationen der fränkischen Bratwurst, also grobe, mittelgrobe und feine Bratwürste, jeder der insgesamt 16 teilnehmenden fränkischen Metzgermeister hatte aber auch eine Kreativbratwurst mit im Gepäck. Von Bärlauch- Kümmel- Kleeblatt- Röstzwiebelbratwurst, über die mediterrane Schoko-Chili- oder nach Art der Merguez Bratwurst bis hin zur Apfel-Kräuter Bratwurst waren nahezu alle vorstellbaren Geschmacksvariationen vertreten. Mit letzterer, der Apfel Käuter Bratwurst konnte Hugo Neugebauer aus Großeibstadt in Unterfranken die Prominenten Jury überzeugen. Inge Pristownik aus Lauf in Mittelfranken hatte mit ihrer Fränkischen Bratwurst im Bändel in der Rubrik „klassische Bratwurst“ die Nase vorn. Publikumssieger war ein Oberfranke: der Lokalmatador Klaus Lindner aus Pegnitz, einer der Ideengeber für den Bratwurstgipfel. Gesamtsieger – also der beste, alle Wettbewerbe zusammen genommen, wurde die Metzgerei Max aus Hof, ebenfalls Oberfranken.

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Siegerwaren aber alle Metzgereien. Denn jeder Mitstreiter hat sich um das fränkische Nationalgericht schlechthin verdient gemacht. Viele Arbeitsstunden investiert und damit dafür gesorgt, dass der 1. Fränkische Bratwurstgipfel ein absoluter Erfolg geworden ist. Schließlich, so Schirmherr Dr. Günther Beckstein in seiner „Krönungsrede“: „ist in Franken nicht die Weißwurst, sondern die Bratwurst der König der Würste“.

1Der Ex Ministerpräsident zeigte sich auch begeistert, dass sich trotz des wechselhaften Wetters einschließlich mehrerer zum Teil hartnäckiger Schauer die Besucher nicht vom fröhlichen Feiern abhalten ließen. Dazu trugen mit Sicherheit auch das Rahmenprogramm der Nürnberger Nachrichten und des Bayerischen Rundfunks, die launige Moderation durch Stefan Strasser und die außergewöhnliche musikalische Umrahmung bei, es gab fränkische Weltmusik mit den Bands „Landmusigg“ und dem „Derabeudischen Orkester Oberfranken“. Als weiterer Publikumsmagnet erwies sich wieder einmal der Kabarettist Bernd Händel, der Größen aus Politik, Sport und Showbiz brillant parodierte.
Und es gab beim Fränkischen Bratwurstgipfel nicht „nur“ Bratwürste. Das essbare Fichtelgebirge stellte seinen eigens kreierten „Brödel“ vor, eine Trilogie aus den Grundnahrungsmitteln der Oberfranken: Bratwurst, Knödel und Bier, dazu ein paar frische Wildkräuter. Und weitere Vertreter der Genussregion backten vor Ort frische „Kiechla“, Spritzkuchen und Brot, es gab vielerlei Kaffespezialitäten und noch mehr Kuchen und natürlich auch Bier, eigens eingebrautes Flinderer Bier von den Pegnitzer Brauereien und das Busch´n Bier von der Bäckerei Lang in Bayreuth.

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Die Vielfalt der Genussregion und ihrer Gäste aus Mittel- und Unterfranken überzeugte, und so waren sich alle (nahezu bis vollständig) ausverkauften Teilnehmer wie Veranstalter einig: Hier ist man auf dem Gipfel der Genüsse angelangt – und: Der fränkische Bratwurstgipfel wird zur Institution.

Hier gehts zum Artikel der Nürnberger Nachrichten.

Hier gehts zum Artikel des Bayrischen Rundfunk's.

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