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Uetzing: Ins Land der Nüsse

Schöne alte Nußbäume geben dem Land der Nüsse seinen Namen  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Schöne alte Nußbäume geben dem Land der Nüsse seinen Namen | Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Schöne alte Nußbäume geben dem Land der Nüsse seinen Namen  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Rund um Uetzing locken wunderschöne Wanderwege  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Nußbäume rund um Ützing  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Wanderwege durchs Land der Nüsse  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Nußbaum bei Uetzing  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Ützing, eingebettet in eine traumhafte Kulturlandschaft  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Naturschönheiten am Weg: Knabenkraut  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Naturschönheiten am Weg:Türkenbund  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt blühende Wiesen  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Große Wiesenglockenblume  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt St. Johannes in Uetzing  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Uetzing, Kirchweg am Döbertenbach  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Uetzing, Häuser am Kirchweg  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Uetzing, Fachwerkhäuser am Marktplatz  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Stephans Wirtshaus in Uetzing  |  Bildquelle: Stephans Wirtshaus Stephans Wirtshaus: Kerwa in Uetzing  |  Bildquelle: Stephans Wirtsgaus Brotzeit beim Metzgerbräu Reichert in Uetzing  |  Bildquelle: Metzgerbräu Metzgermeister Manfred Reichert  |  Bildquelle: Metzgerbräu Metzger und Brauer Manfred Reichert  |  Bildquelle: Metzgerbräu

Karte:

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Beschreibung:

Das Obermain-Gebiet ist eine alte Kulturlandschaft von ungewöhnlich hoher historischer Aussagekraft. In Viktor von Scheffels Frankenlied als "Gottesgarten" besungen, besticht die Region mit einem bemerkenswerten Wechselspiel unterschiedlicher Kultur- und Naturerlebnisse.

Eine kleinteilige und reich gegliederte Landschaft (Wiesen, Streuobstflächen, kleine Ackerschläge, ehemalige Weinberge, Magerrasen, Hecken, Wald), Relikte der alten Wasserkraftnutzung (Mühlen, Mühlgräben, Wehre) sowie schließlich eine eindrucksvolle Vielzahl archäologischer Stätten, kultureller Sehenswürdigkeiten, malerisch gelegene Orte und liebevoll gepflegter Fachwerkhäuser laden hier zu erlebnisreichen Ausflügen ein.

Rund um Uetzing, einem hübschen Ort am wasserreichen Döbertenbach, lockt dazu noch eine weitere Besonderheit. Die Region hat sich den Namen "Land der Nüsse" gegeben, denn tatsächlich wachsen im Talgrund, an den ansteigenden Trockenhängen sowie auf den kargen und steinigen Hochflächen zahlreiche Walnussbäume. So nennt man die Uetzinger auch scherzhaft "Nußprügel", was vermutlich auf die handfesten Holzscheite angespielt, mit denen man im Herbst versucht, die reifen Nüsse von den Bäumen zu holen.

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Kulinarisches:

In Friedrich Nagels Geographie des Königreiches Bayern von 1838 findet sich der Hinweis, dass das Pfarrdorf Uetzing großen Gewinn aus dem Anbau von Zwetschgen und Walnüssen beziehe. Auch heute noch wachsen rund um Uetzing ungewöhnlich viele Nussbäume hervorragender Kultursorten, die mit den klimatischen Bedingungen und den teilweise mageren und steinigen Böden der Region gut zurecht kommen. Verschiedene Walnusssorten wachsen besonders gut in den Weinbauregionen, da sie gerade im Frühjahr ein gemäßigtes Klima ohne Spätfröste benötigen. Immerhin wurde am Staffelberg bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts Weinbau betrieben. Ein kleiner Weingarten bei Horsdorf erinnert noch an diese Tradition. Auch dies könnte dafür sprechen, dass die Nüsse rund um Uetzing besondere Standortvorteile genießen und deshalb so gut geraten.

Wer diese Nüsse einmal probieren möchte, kann im Herbst bei den Besitzern der Walnussbäume nachfragen. Nüsse aus heimischem Anbau haben gegenüber herkömmlichen Handelsimportwaren einen unvergleichlichen Geschmacksvorteil. Es lohnt sich also zweifellos, einen regionalen Anbieter ausfindig zu machen.

Kulinarisch hat Uetzing aber noch viel mehr zu bieten. Da gibt es einmal die alten Mühlen am Döbertenbach, von denen die Ultschmühle in Gößmitz mit Landhandel und die Serkendorfer Mühle mit Mühlenbäckerei noch immer in Betrieb sind. Die Mühlenbäckerei Dinkel in Serkendorf und die Bäckerei Schauer in Uetzing bieten hervorragende Sauerteigbrote nach alter handwerklicher Tradition sowie leckere Hefeblechkuchen und andere Gebäckspezialitäten aus regionalem Getreide an.

Auch die Metzgerei Reichert mit eigenem Dorfladen ist ein Geheimtipp. Tradition wird hier nach echter fränkischer Art groß geschrieben. Deshalb wird im Wurstkessel mit guten Hausmacherwürsten alles das hergestellt, was zu einer echten fränkischen Brotzeit gehört ! Das Fleisch dafür stammt ausschließlich von Tieren aus der Region. Legendär ist auch der geräucherte Schinken. Metzgermeister Manfred Reichert legt Wert auf die besondere Auswahl der Fleischstücke, die ausschließlich von Hand mit einer Spezial-Würzmischung nach altem Hausrezept behandelt werden. Nach vierwöchiger Ruhezeit in der Gewürzlake werden die Schinkenstücke anschließend in der backsteingemauerten Räucherkammer über reinen Buchenspänen eine Woche lang schonend kalt geräuchert. Außerdem stellt er nach ähnlichem Rezept Schinken aus Schaffleisch her. Die Tiere bezieht er vom Schäfern, die im Auftrag von Naturschutz und Landespflege die Trockenrasenflächen und Wacholderhänge in der Region beweiden. So schließt sich hier ganz selbstverständlich ein Kreis zwischen kulinarischer Rafinesse und dem Engagement für den Erhalt der wunderschönen Kulturlandschaft rund um Uetzing.

Zu kaufen gibt’s dies alles im Dorfladen, einem echten Tante Emma-Laden, der noch alles hat, was man zum Leben benötigt: neben frischem Brot, Wurst und Schinken auch weitere Lebensmittel, Drogeriewaren und vieles mehr. Auch das legendäre Metzgerbier, das eigentlich zunächst aus privatem Interesse gebraut wurde, kann man sich hier vom Fass abfüllen lassen. Manfred Reichert hat nämlich aus seinem Hobby ein zweites Standbein gemacht und vor einigen Jahren eine neue Brauanlage mit 5 Gär- und Lagertanks in Betrieb genommen. Seither bietet er drei Sorten Bier, nämlich Lager, Weizen und Bockbier zum Kaufen oder zum Trinken mit einer herzhaften Brotzeit direkt im Brauhaus an. Der Metzgerbräu in Ützing öffnet Montag bis Freitag von 6.30 Uhr bis 18 Uhr seine Wursttheke. Bierausschank ist bis 21.00 Uhr. Samstags ist von 6.30 bis 18 Uhr oder nach Vereinbarung geöffnet. Am Sonntag ist Ruhetag.

Samstag und Sonntag ab 16 Uhr öffnet Stephans Wirtshaus im historischen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das nach aufwendiger Restaurierung nun behagliche Gemütlichkeit und gelebte Baugeschichte ausstrahlt. Die Küche bietet dazu hausgemachte Kuchen und Kaffee, fränkische Bratwürste mit selbstgemachtem Sauerkraut und reichhaltige Brotzeiten mit dem beliebten Ützinger Holzofenbrot an. Zum Ausschank kommen Biere der Traditionsbrauerei Mahr`s Bräu aus Bamberg. Zur Ützinger Kerwa, am ersten Wochenende im August öffnet das Wirtshaus bereits am Vormittag ab 10 Uhr. Von Freitag bis Montag gibt’s hier die typischen fränkischen Kerwa-Spezialitäten zu uriger Life-Musik.

Der Gasthof "Grüner Baum" gleich neben der Kirche mit kleinem Biergarten eignet sich zur Einkehr nach ausgiebiger Wanderung bei typischen fränkischen Brotzeiten sowie Mittwochs mit warmem Kalbs- und Leberkäse. (Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag ab 10 Uhr). Auch der Landgasthof "Zum Kutscher" an der Oberlangheimer Straße, ebenfalls mit kleiner Hausmetzgerei, ist auf Wanderer und andere Gäste in der Region eingerichtet. Im Angebot des Wirtshauses sind typische fränkische Gerichte, wobei Fleisch, Wurstwaren und Schinken aus eigener Produktion stammen. Zusätzlich laden gemütlich eingerichtete Gästezimmer zu einem längeren Aufenthalt in der Region ein. Produkte der eigenen Hausmetzgerei können auch in Geschenkkörben mitgenommen werden!

Termin:

Die Uetzinger Kerwa findet am ersten Augustwochenende von Freitag bis Montag statt.
Http://stephans-wirtshaus.de/uetzinger-kerwa/

Zu den Öffnungszeiten der einzelnen Betriebe beachten Sie bitte auch die jeweiligen Home-Pages.

Saison:

im August

Links:

http://metzgerbraeu.com/bier/
http://stephans-wirtshaus.de/uetzinger-kerwa/
http://www.lpv-lkr-lichtenfels.de/

 

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