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Hohenberg / Eger / Porzellanstadt und Deutsches Porzellanmuseum

Deutsches Porzellanmuseum Hohenberg, Außenansicht  |  Bildquelle: Porzellanicon

Deutsches Porzellanmuseum Hohenberg, Außenansicht | Bildquelle: Porzellanicon

Deutsches Porzellanmuseum Hohenberg, Außenansicht  |  Bildquelle: Porzellanicon Porzellanmuseum, Abteilung Historismus  |  Bildquelle: Porzellanicon Porzellanmuseum, Dauerausstellung Art Déco  |  Bildquelle: Porzellanicon Inszenierung mit Eisbären aus der Zeit des Jugendstils  |  Bildquelle: Porzellanicon Porzellanmuseum, Tasse und Untertasse mit den Porträts von Blücher und Wellington  |  Bildquelle: Porzellanicon Burg Hohenberg an der Eger  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Burg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Burg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Burg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Burg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Burg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 urg Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008 Hohenberg: Aktion Lichter ohne Grenzen  |  Bildquelle: Oberfranken offensiv e.V., 2008

Karte:

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Beschreibung:

Inmitten einer reizvollen Mittelgebirgslandschaft am östlichen Rand des Fichtelgebirges liegt das alte Sechsämterstädtchen Hohenberg an der Eger. Eine trutzige, turmbewehrte Markgrafenburg, erstmals im Jahre 1222 erwähnt, prägt das Stadtbild. Die Burg gilt als die besterhaltene Wehranlage des Fichtelgebirges. Von den Türmen und dem nahe gelegenen Steinberg (653 m) bietet sich eine herrliche Fernsicht weit ins Egerland bis hin zum Erzgebirge.

Einst stand auf der Burg die Wiege der nordostbayerischen Porzellanindustrie. Karl Magnus Hutschenreuther gründete hier 1814 die erste Porzellanfabrik der Region. Reiche Kaolinvorkommen, aber auch die Liebe zur schönen Försterstochter Johanna Reuß hatten den aus Thüringen stammenden Sohn eines Porzellanmalers zu diesem weitblickenden Schritt veranlasst. Heute befindet sich in der ehemaligen Direktorenvilla des Familienunternehmens C.M. Hutschenreuther der Hohenberger Standort des Porzellanikons.

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Kulinarisches:

Marco Polo war der erste Weltreisende, der von "Porcellana" aus China berichtete. Ab 1516 werden kostbare chinesische Porzellane über portugiesische Handelshäuser an Könige, Fürsten und Hochadel verkauft. Porzellan wurde zum Inbegriff von Glanz, Reichtum und Macht. Bis sich diese kostbaren Einzelanfertigungen zu Gebrauchsgeschirren auch des bürgerlichen Alltags entwickelten, verging noch eine lange Zeit. Im 19. Jahrhundert aber sind Porzellane aus der häuslichen Tischkultur kaum noch wegzudenken. Für die immer noch teuren Stücke wurden Vitrinenschränke angefertigt, um den edlen Besitz zu zeigen. Zur Aussteuer der Töchter wohlhabender Kreise gehörten Tafelservice für mindestens 12 Personen, die mit allem ausgestattet waren, was für ein klassisches Menü erforderlich war. Die Kunst, den Tisch geschmackvoll einzudecken, wurde zur Kür für die Dame des Hauses, die damit Wohlstand und sozialen Anspruch zum Ausdruck brachte.

Porzellane haben heute Charakter des Statussymbols längst verloren. Anspruchsvolle Tischkultur ist nicht mehr eine Preisfrage, sondern Zeichen eines wertebewussten Lebensstils. Was könnte die Sinne mehr berühren, als geschmackvolles Speisen an schön gedeckten Tischen. Die Gastronomie des Fichtelgebirges hat sich dies zum Grundsatz genommen. Immerhin wird in der Region nach wie vor 80% der in der Gastronomie verwendeten Porzellane erzeugt. So kann man sich von der Kunst der Porzellangeschichte in Deutschland im Deutschen Porzellanmuseum Hohenberg nicht nur inspirieren, sondern in einem der Gastronomiebetriebe der Region auch gleich verwöhnen lassen.

Wer mehr über das Leben von Karl Magnus Hutschenreuther erfahren möchte, kann sich mit dem Hohenberger Genussbotschafter Roland Köster (veranstaltet durch die VHS Hohenberg / Schirnding) auf eine dreistündige historisch-kulinarische Wanderung rund um Hohenberg begeben. Hutschenreuther besaß hier zur Eigenversorgung selbst einen Ökonomiehof, auf dem er u.a. Fische züchtete und Schafe hielt. Das abschließende Menü im Gasthaus „Zur Burg“ auf Hutschenreuther-Porzellan entspricht Rezepten der Hutschenreuther-Zeit.

Termin:

Ein Besuch im Deutschen Porzellanmuseums in Hohenberg lässt sich ideal mit weiteren Veranstaltungen am Ort kombinieren.

Am 3. Sonntag im Juli feiert Hohenberg (seit einigen Jahren zusammen mit der tschechischen Nachbarstadt Libá) das traditionelle Wiesen- und Heimatfest. Es verbindet Grundzüge des in einigen Ortschaften der Markgrafschaft Kulmbch-Bayreuth noch heute gefeierten Gregorifestes mit einem historischen Schauspiel und einem farbenprächtigen Festumzug.

Am 2. Adventssonntag wird die Hohenberger die Burgweihnacht eröffnet. Um den mit Porzellan geschmückten Christbaum reihen sich die schmucken Häuschen des idyllischen Weihnachtsmarktes. Es riecht nach Weihnachtsgebäck und würzigem Glühwein. Musikalische Aufführungen, Märchenerzählungen und viele weitere stimmungsvolle Beiträge machen den Hohenberger Weihnachtsmarkt zu einem besonderen Erlebnis.

Weitere Veranstaltungen:

Das Deutsche Porzellanmuseum zieht, wie auch die Werksverkäufe (z.B. Hutschenreuther, Dibbern, Rosenthal, BHS tabletop, Arzberg Porzellan, Villeroy & Boch, Chenilleweberei Feiler) viele Besucher an. Ein Besuch der imposanten Burganlage und der Carolinenquelle mit dem heilkräftigen Sauerbrunnen am Fuße des Naturparks Kocherrangen sind Höhepunkte eines Fichtelgebirgsurlaubs. Hohenberg ist ein optimaler Ausgangspunkt für Wanderungen, Rad- und Mountainbiketouren nach Liba und Cheb, zum Hengstberg, ins romantische Wellertal oder entlang der Eger. Die bekannten Fichtelgebirgsgipfel sind in bequemen Tagestouren zu erreichen. Ob die Luisenburg-Festspiele auf Deutschlands ältester Naturbühne, die Einkaufsmöglichkeiten diesseits und jenseits der Grenze, das Felsenlabyrinth oder die Hochmoore - ein Ausflug in die schöne Umgebung bleibt unvergessen. Die Höhenlage macht auch den Winterurlaub in der Region Hohenberg interessant: Eine Vielzahl gespurter Loipen stehen in der einzigartigen Natur genauso zur Verfügung, wie unterschiedlichste Mittelgebirgsabfahrten.

Links:

http://www.porzellanikon.org
http://www.stadt-hohenberg.de/

 

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